Die ersten Stunden gestalten sich immer recht eintönig, man gestaltet bzw. positioniert sein Interface, legt Makros fest und sammelt Quests ein, jedoch machen sie Freude auf das was kommen mag.
Farga befand sich nun im Tal der Prüfungen, ihre Hexerrobe zurechtgezupft machte sie sich gleich daran ihrer Arbeitslosigkeit einhalt zu gebieten und klopfte bei den Ansässigen NPCs im Tal der Prüfungen an um sich als Handlanger für kleinere Tätigkeiten anzubieten. Schon bald schien es sich herum zusprechen und jeder hatte etwas für sie zu tun. Vom beschaffen von Skorpidstacheln über das wecken fauler Poens bis hin zu Wiederbeschaffungsmaßnahmen für verloren gegangene Hacken ward alles dabei. Sie wurde natürlich entsprechend ihrer Aufträge vom Ansässigen Mob entlohnt und konnte sich schon bald mit hochwertigeren Stoffumhängseln, Kaktusäpfeln und schärferen Dolchen eindecken. Schon bald sammelte sie genug Erfahrung um es auch einmal mit der ansässigen Koboldbande samt eines Agenten der brennenden Legion aufzunehmen. Schon bald befand sich dieser zu ihren Füßen um dankbar, durch Farga’s Hand gestorben zu sein, ihr ein gestohlenes Medaillon zu überreichen. Sie gewann viele Freunde in der kurzen Zeit und schon bald lernten alle die Hilfsbereitschaft (den Eigennutz es ein paar Silberlinge und Ausrüstungsgegenstände gibt ignorieren wir einmal höflich) der kleinen Hexe dort zu schätzen.
Doch auch diese Zeit näherte sich dem Ende, die kleine Dorfgemeinschaft ward schnell der Meinung das solch Mildtätigkeit den Anderen ausserhalb des “Tals der Prüfungen” nicht verwehrt bleiben dürfe. Der ansässige Dorfhexer suchte sie in der Nacht vor dem Aufbruch zu neuen Abenteuern auf und beging mit ihr ein dunkles Ritual (nein nicht was ihr jetzt wieder denkt), er erzählte ihr von einem mächtigen Dämonen der ihr zur Seite stehen sollte. So zogen sie hinaus in die Wildnis und traten mit der Dämonenwelt in Verbindung. Gar schreckliche Kreaturen sahen sie durch die Nacht huschen. Als das Ritual schliesslich beendet ward brach die Erde auf. Ein Grollen und schweres Stöhnen ward aus den Tiefen zu hören, Farga hatte einen gehörigen Respekt davor was nun auf sie zutrat (Angst kennen Orks ja nicht). Eine glühende Kugel näherte sich den beiden, die Umrisse waren undeutlich… ein Elementar ? Eine Teufelswache ? Ein Höllendämon… Nein… es war:

“Au au aua, das stand aber nicht in meinem Vertrag” ertönte eine ziehmlich quietschige Stimme. Das Feuer wurde immer kleiner, die glühende Kugel verblasste und wurde mehr zu einem glimmen. Die Blicke der beiden sanken immer tiefer. Irgendwas grabschte Farga an die Unterschenkel worauf sie zurückschreckte. “Lass uns doch einfach Freunde sein” antwortete der kleine Wichtel mit vorstelligem Namen Chonip mit einem lüsternden Blick worauf er die neuen Wollstiefel von Farga mit einem kraftvollen Tritt in die Luft beförderten. Sie blickte zum Hexenmeister… er zuckte mit den Schultern: “Ich bin schon alt Farga, da ist wohl etwas durcheinandergekommen” und kratzte sich mit einem schmunzeln am Ohr. Der Riss in der Erde schloss sich und von unten ward ein tiefes Gelächter zu hören. Der kleine Wicht ward garnicht Wortkarg und hatte sich scheinbar sofort in die kleine Hexer verliebt. “Ich kann im dunkeln leuchten” wies er sofort auf seine Qualitäten hin. Farga schüttelte den Kopf, na dann leuchte mal nach Hause. So zogen sie zu Dritt von dannen zurück ins Dort und legten sich zur Ruhe.
So verabschiedete sich Farga und zog gen Norden. Kurz bevor sie das Tal durch einen kleinen Pass verlies drehte sie sich nocheinmal um und schaute nocheinmal zurück in Erinnerung an vergangene Tage (ok in dem Falle Stunden).

Sie schlenderte in Gedanken den Weg entlang Richtung Norden. Schon bald kam sie zu einer Weggabelung und sah aus der Ferne ein kleines Dorf, sie beschloss einmal hallo zu sagen und schaute im Dorf Sen’jin vorbei. Hier hatten viele Trolle ihr zuhause die sich anhand des Gemütszustandes scheinbar mit dem Anbau von Sumpfgras über Wasser hielten. In der Mitte des Dorfes saß eine kümmerliche Gestalt, ein kleiner Troll, der um die Ruhe seines Bruders bankte. Er wäre zwar im Reich der Toten, jedoch fände er keine Ruhe da immer noch einige verhexte Voodootrolle groben unfug mit dem Schädel seines Bruders trieben (Was das jetzt alles sein könnte überlass ich mal der Fantasie des Lesers ;). Da Farga selbst ihre Familie verloren hatte konnte sie das Leid des Trolls nachempfinden und versprach ihm sich auf die Suche zu machen und dem Treiben der Voodooanhänger einhalt zu gebieten. Auf der nun kommenden Suche ward ihr sicherlich nicht einsam, der Wichtel hörte nicht auf sie anzuhimmeln, Farga blätterte eifrig in ihrem Hexenbuch nach einem entsprechenden Zauber der Stille, aber nichts zu finden. Na egal, vielleicht schneide ich ihm noch die Zunge raus.
Der Schädel ward gefunden, die Voodoohexer schienen in Farga noch keine Gefahr zu sehen und so schnappte sie sich das gute Stück in einem günstigen Augenblick. Der kleine Troll bedankte sich in dem er ihr den Schädel dann schenkte (Wenn wir es jetzt ironisch gestalten möchten, würden wir den Schädel wieder zu den Voodootrollen zurückbringen ;). Sie brach auf und kam alsbald zurück zur Weggabelung und brach auf in Richtung Westen, vorbei an einer alten Schloßruine, wo sich diverse Allianzmarinesoldaten breit gemacht hatten. Der Allianz muss es reichlich schlecht gehen, wenn sie schon in solch runtergekommenen Gemäuern unterschlupf suchten, dachte sich Farga.
Nach mehreren Stunden tat sich ihr eine kleine Festung auf, die Klingenhügel wurden erreicht, was auch keine Sekunde zu früh war, den Farga’s Magen knurrte und es ward Zeit die Kräfte aufzufrischen. Im regionalen Gasthaus fand sie auch gleich was sie begehrte, für ein paar Kupfermünzen bekam sie doch ein schon recht ordentliches Essen. Nebenher fütterte sie der Wirt noch mit dem üblichen Klatsch und Tratsch, wer mit wem, wem man in den Allerwertesten steigen muss um dies und das zu bekommen, wer ein Schlitzohr ist und so weiter.
Nach diesem recht üppigen Mahl brach Farga auf und wurde beim örtlichen Militär vorstellig, machte einige Besorgungen und erfuhr dann auch etwas über die gestrandeten Marinesoldaten in der Burgruine, wo sie auch gleich der nächste Auftrag hinbrachte. Sie solle die Allianzler zurückdrängen und die Schlossruine für die Nachtwanderungen der kleinen orkischen und trollischen Rotzlöffel frei machen. Warum dann nicht gerade die Allianzler drinnen lassen ? Dann müssten sich nicht Orks als Gespenster verkleiden. Okok ich weiss, Allianzler machen auch vor Kindern nicht halt, so stürmte sie die Festung und fand auch gleich im Innenhof einen gleichgesindeten Jäger der es scheinbar auch nicht für sinnvoll hielt, die unschuldigen kleinen Rotzlöffel schon so früh mit dem Grauen in Berührung zu bringen… die Allianz. Keine Stunde dauerte es, bis auch der letzte Marinesoldat, samt Leutnant verscharrt ward. Alle Habseeligkeiten wurden durchsucht, aber ausser einem Brief war wirklich nur Unrat dabei.
Der Brief wurde abgegeben zusammen mit der Kunde das die Ruine wieder frei wäre für den allmonatlichen Gruselspass der Kleinen. Der Brief wurde vom Kommandanten hastig gelesen und er schickte Farga sogleich zur Hauptstadt - Orgrimmar. Im Tal der Weisheit sollte Farga ihn einem der höheren Befehlshaber übergeben. So schnürrte sie ihren Ranzen und begab sich auf den Weg nach Orgrimmar.

Gigantisch erstreckten sich die Stadttore von Ogrimmar schon bald vor ihr. Man hörte schon aus der Ferne wildes Treiben in der Stadt. Händler, Söldner, Gaukler und Halsabschneider strömten in und aus der Stadt. Die Neugier wurde in ihr immer größer sie ihren Beine schneller Richtung Ogrimmar antrieb. Erschlagen von der Größe und der Vielfalt der Stadt nahm sie Kurs auf den Markt. Händler, Marktschreier und Handwerker priesen ihre Waren an. Überall feine Tücher, erlesene Speisen, meisterlich gefertigtes Kriegsgerät. Ihre Augen wurden immer größer, jedoch wurde sie alsbald ernüchtert. Ihre 6 Silber und paar Kupfer erlaubten nicht Gerade Luftsprünge. So schlenderte sie seufzend weiter zum Tal der Weisheit und übergab die Nachricht, sie erhielt erneut ein paar Silber und schlenderte weiter ins obere Viertel der Stadt.
An einem kleinen Teich sah sie einen Angler, sie setzte sich zu ihm und beobachtete sein treiben. Es war sehr beruhigend ihm dabei zu zusehen. Völlig entspannt verfolgte sie jeder seiner Bewegungen. Es blieb von ihm nicht unbemerkt. Er lud sie ein es auch einmal zu versuchen und garnicht toll, fing sie tatsächlich ihren ersten Fisch. Der Angler war begeistert und holte eine alte abgenutzte Angel hervor, für 50 Kupfer solle sie ihr gehören. Sie überlegte nicht lang und griff zu. Von nun an könnte sie sich auch in der Wildnis ihr Abendbrot verdienen. Der Abend kam und sie brach auf, es war schon spät und sie hatte immer noch keine Unterkunft. Sie ging in ein Viertel das etwas billiger aussah als die anderen um für ihren Geldbeutel passend eine Bleibe zu finden. Da kam sie an einem Laden vorbei wo es brodelte und blubberte.. neugierig drückte sie ihre Nase ans Fenster. Drinnen ward ein Mann beschäftigt farbige Tränke in kleinen Phiolen zu brauchen. Er zerstampfte Kräuter und Pflanzen, erhitzte die Säfte, mischte sie, sie schwelgte in Erinnerungen. Ihre Ma hatte das füher auch oft gemacht. Sie fasste sich ein Herz und ging hinein. Der Mann begrüßte sie sogleich sehr höflich und sie erkundigte sich nach seinem tun. Er sah das Leuchten in ihren Augen und bot ihr an sie darin zu unterrichten und als Lehrling einzustellen. Er könne Allerlei über Kräuter und deren Kräfte beibringen. Sie willigte ein, sie bekam auch eine Unterkunft für die nächsten Tage bei ihrem Lehrer, Farga ward nun auf dem Weg die hohe Kunst der Alchemie zu lernen.
Die Tage vergingen wie im Flug, sie ward sehr wissbegierig und lauschte sehr konzentriert den Ausführungen ihres Lehrers. Schon bald musste ihr Lehrer, Yelmak, eingestehen er ihr im Moment nichts mehr beibringen könne. Sie hinaus in die Welt reisen solle und ihr Wissen vertiefen muss, denn Farga wäre ein wahres Naturtalent und hätte ein geschicktes Händchen für Kräuter. Er erzählte ihr auch von besonderen Rezepten die man an gefährlichen Orten finden kann. Jedoch solle sie nicht danach direkt suchen, sie solle den Kopf frei halten, manchmal würden diese auch sie finden. Was immer er damit meinte, Farga war viel zu sehr vertieft im sammeln von Kräutern, mischen von Tränken… sie genoss das Blubbern und zischen. Nur schweren Herzens ging sie, doch Farga wusste, das noch viel mehr in dieser Welt auf sie wartete. So schnürrte sie erneut ihren Ranzen, packte ein paar leere Phiolen ein und machte sich daran die große Stadt Orgrimmar zu verlassen. Es wurde Zeit neue Kenntnisse zu sammeln… und endlich einen Stummzauber für Chonip zu finden.