Kaum zu glauben, aber Avantalis hat es endlich auf Stufe 40 geschafft. Nun geht es etwas zügiger voran, dank seines Höllenross. Die Kluft zwischen 30-40 tat er sich aber auch schwer, immer unschlüssig wo er denn nun an Erfahrung gewinnen kann pendelte er zwischen Schlingendorntal, Desolace und dem Alteracgebirge. Nebenher verplemperte er noch viel seines Goldes für die Schneiderei und die Verzauberungskunst, vielleicht findet sich ja demnächst mal ein Rezept mit dem er das Gold wieder reinbekommt.
Doch die größte Neuigkeit, Avantalis ist nun Mitglied einer Gilde, den “Silberschwingen”. Oberhaupt des Ganzen und Grund des Eintritts waren nicht ewig tausende Spamversuche in den Hauptstädten, nein, die werte Xylana gründete nach dem Austritt aus ihrer alten Gilde “Dunkelstein” eine Eigene, wo der kleine Hexenmeister natürlich nicht fehlen durfte. Es sind wenig Mitglieder, aber bisher machen sie einen entspannten und netten Eindruck. Wir werden sehen ob sich der nette Eindruck auch in späteren Stresssituationen behaupten kann. Doch lest selbst…
Kaum hatte ich mich mit meiner neuen Begleitung “Teufelsjäger” angefreundet, oder nennen wir es, ihn unter Kontrolle gebracht, den wirkliche Freundschaft mit Dämonen kann man wohl kaum pflegen. Denn welche Gottheit, würde sich schon gern, den Belangen eines Blutelfen hingeben ? Selbst die gefallenen Götter, die Dämonen, die eigentlich genau das Gegenteil im Sinn haben, nehmlich das Schicksal der anderen Lebewesen zu beeinflußen, sind nicht sehr davon erbaut sich dem Willen eines Hexenmeisters zu unterwerfen, deshalb gelingt es einem auch nur niederen Dämonen den Willen aufzuzwingen.
Trotz meines überaus bequemen selbst genähten seidenen Schuhwerks, ist die Reise durch die hellen und dunklen Ecken Azeroth doch eher beschwerlich und mühseelig, es wurde Zeit mich wieder meinen Studien und Experimenten zu widmen, von erfahrenen Hexenmeistern erfuhr ich das man mit erreichen der Stufe 40 endlich einen praktischen Dämonen beschwören kann, das Höllenross. Doch es war noch viel zu tun, bevor ich mein Hinterteil, wohl gewärmt, auf diese bequeme und vor allem schnellere Art und Weise durch die Weiten bewegen konnte.
Ich könnte mir mit Stufe 40 sicher auch ein Reittier in Silbermond kaufen, jedoch finde ich nicht, das diese straußenähnlichen Reittiere meine heterosexuelle Ader unterstreichen würden, zumal es mir als Blutelf schon schwer genug fällt, meine maskuline Art zum Ausdruck zu bringen.
Mein erster Gang führte mich zu meinem Lehrmeister, dieser jedoch, hatte derzeit keine Aufträge für mich, keine Hinweise, keine Bücher zum lesen. So flog ich zurück nach Tarens Mühle, wo man mich freudig empfing und sogleich mehrere Untote aufeinmal gern meine dunklen Künste in Anspruch nehmen wollten. Ich lüftete das Geheimnis um die Kugel von Dalaran, beschafte Schätze, Armfesseln von dem Wachhabenden Personal, tötete Verräter im Gefangenenlager und zeigte dem ansässigen Erzmagier, wozu Schattenmacht im Stande ist.
Insgesamt gewann ich nicht nur an Macht, sondern auch an Reife. Ich wurde ernster im Umgang mit der Magie und aus dem Schabernack wurde Berechnung. Langsam spürte ich wie sich die dunkle Macht auch in meiner Seele ausbreitete, die Emotionen beginnen langsam zu schwinden. Es ging meist nur noch darum, möglichst schnell, das Leben der anderen in mich aufzunehmen und ihrer Existenz ein Ende zu bereiten. Der Spaß und Irrwitz aus der Jugend schwindet dem Hunger nach immer mehr Wissen und Macht. Mit jeder Stufe wuchs der Hunger und mit jeder Herausvorderung dich ich meisterte nährte sich das kleine Monster in mir. Ich weiss im Moment nicht wie ich ihm in Zukunft begegnen werde, im Moment sehe ich mich als stiller Beobachter meiner Selbst, nur die Kontrolle werde ich nicht verlieren, dies darf ein Hexenmeister der mit den Schatten spielt niemals, ein eiserner Wille ist Vorraussetzung, sonst verliert man sich im Wahnsinn und der Puppenspieler wird zu Marionette.
Zwischen den Aufträgen, gönnte ich mir ab und an eine Ruhepause und zuck mich in ein kleines Kämmerchen zurück und arbeitete an meiner Ausrüstung. Ich übte mich im Umgang mit Nadel und Faden (auch dies trägt nicht meiner maskulinen Ader bei, aber es entspannt), schaute mir neue Stoffe an und erkundete deren Geheimnisse und Beschaffenheit. Da ich durch die Kenntnisse in der Schneiderzunft bei meinen Gegnern auch auf deren Kleidung schaute, hatte ich keine Skrupel, besonders schöne Stücke, ihnen nach deren Ableben abzunehmen. Bei mancher Kleidung merkte man schon bei der Berührung dieser, welche Macht ihr Inne wohnt. Für genauere Kenntnisse zerlegte ich diese meist in ihre Einzelteile, es sei denn es war etwas, was mir selbst, mehr von Nutzen wahr. Leider zerfiel der Stoff immer gleich zu Staub sobald es mir gelang den Zauber von ihr zu nehmen, um ihn für weitere Zwecke zu verwenden. So schritten auch meine magischen Kenntnisse im weben und verzaubern von Rüstungen und Kleidung voran.
Nach einigen Aufträgen verschlug es mich in das Alteracgebirge, ich muss zugeben, es gefiel mir dort sehr, es hatte einen hauch von Sehnsucht nach den Gletschern und Schluchten von Winterquell. Doch noch bin ich weit von dieser Gegend entfernt, ich las jedoch schon in vieler gefundener Literatur darüber, aber noch bleibt mir dieses Gebiet verschlossen. Im Alteracgebirge waren vorwiegend Oger beheimatet, diese sich vorzüglich zum Sammeln einiger Stoffe eigneten, was wohl auch an deren größe liegt, viel Fleisch braucht viel Stoff. Doch in meiner dünnen luftigen Seidenrobe, war der längere Aufenthalt im Alteracgebirge nicht allzu ratsam. So entfaltete ich meine Karte und schaute mich um, welch wärmere Gefilde sich mir bieten würden.

Das Schlingendorntal, warmer Dschungel, karibisch anmutende Strände, Tiger, Krokodille, Kopfjäger, Piraten, ja das klingt nach Urlaub. So kaufte ich noch einige Vorräte für die Reise und schnürte mein Bündel. Einge Luftschiffreisen später ward ich dann in Grom’Gol. Es war wirklich warm, fast schon heiss. Eine salzige Brise strömte vom Meeresufer herüber und lud gerade zu zum Angeln ein. Ein paar Stunden ruhe hab ich mir schon nach der Reise verdient, so schmiss ich meine Angel aus und genoss den Sonnenuntergang. Und die salzige Brise hatte wahrhaft nicht zuviel versprochen, es bissen gleich 2 beschlagene Koffer an. Nicht gerade nahhaft, aber der Inhalt hatte doch einiges zu bieten: Seidenstoffballen, Würzbrot aus Mulgore, eine alte Banane ein Buch. Ein Buch über das Angeln, es war wirklich ein besonderes Buch, hier stand nicht drinnen wie ich mein Angelheil verbessere, nein hier stand drinnen wie ich mich Mental auf das Niveau von Fischen begegeben kann (Gut es gibt Begegnungen in meinem Abenteuer, da würde dies bei Einigen einem LVLup gleichkommen, aber beleidigen wir besser keine Fische, können eh nichts sagen), um diese aufzuspüren. Das ist etwas was mir neu war, ein wahrer kleiner Schatz. Ich war erfreute und hatte eine positive Bestätigung für meine Entscheidung in das Schlingendorttal zu reisen.
Die Nacht verbrachte ich auf einem Fell in Grom’Gol, wo ich erstaunlich gut schlief, das Knistern des Lagerfeuers und das rauschen der Brandung schafften eine sehr behagliche Atmosphäre. Am nächsten Tag ging es mit neuen Kräften voran, in Grom’Gol schien sich meine Ankunft herum gesprochen zu haben und so kam man mit kleinen und großen Sorgen zu mir. Ich muss sagen, dies war mein erster Kontakt mit trollen, sie sind immer sehr entspannt. Selbst wenn Sie dir erzählen Dein Haus brennt, klingt dies immer noch wie eine Einladung zu einem Braugetränk.
Den Tag verbrachte ich mit dem abschlachten Eingeborener Stämme (Trolle der Blutskalpe), dezimierte die örtliche Tierwelt, brach Kristallsplitter aus den noch zuckenden Basilisken heraus und lies meinen blauen Freund ein paar Goblins zertrampeln. Ja so stelle ich mir Urlaub vor. Gegen Mittag erreichten wir Beutebucht und verkauften unsere gefundenen Reichtümer gegen Gold. Ich gönnte mir ein ausgediegenes Mahl in der örtlichen Taverne und befriedigte meine voyeuristisches Bedürfnis im belauschen der anderen Gäste. Tatsächlich fand ich dort einige Informationen die mir zusätzliches Geld einbrauchten. Ein ansässiger Spieler schuldete jemanden noch Gold, ein anderer wollte Kristalle aus den Minen der Venture & Co. Nachdem ich die Schulden flink eingetrieben hatte, ging es wieder raus in die Wildnis….
Wenige Stunden später in der Wildnis: Dort bekam ich eine erneute postive Bestätigung, die Werte Xylana schien auch gerade Angst und Schrecken im Dschungel zu verbreiten, das erste was mir auffiel, die werte Xylana hatte eine neue Gilde. Das neue Wappen auf ihrer Kleidung verriet es unverkennbar. Wir gönnten uns eine kurze Pause und plauschten, ich fragte was mit ihrer alten Gilde sei (Dunkelstein), da ich auch mit dem Gedanken spielte mich dort (wegen ihr natürlich) zu bewerben. Sie erzählte mir den Sachverhalt (auf den ich hier nicht eingehe) und ich lauschte ihren Ausführungen. Nach dem wir uns noch über die dunklen Künste austauschten und die warme Nachmittagssonne an einem Baum mit Blick auf das Meer genossen, beschloss ich mich bei ihr um eine Mitgliedschaft in ihrer Gilde zu bewerben. Kaum das ich meinen Gedanken aussprach, nahm sie mich auch freudig auf. Lediglich über das Wappen muss ich mich mit ihr nochmal unterhalten. Der Funke zum Wappen will nicht wirklich überspringen. Es wirkt irgendwie noch sehr trocken, aber vielleicht finden wir ja gemeinsam eine neue Kombination… wer weiss. Dann trennten sich unsere Wege, sie war schon bewanderter in der schwarzen Kunst und so wurden ihre Kräfte in der Scherbenwelt gebraucht. So zog ich auch quer Feld ein und setzte meine Metzelorgie fort.
Einige Tage später war es dann soweit, ich spürte die neue Kraft in mir, die gewachsene Macht. Da bekam ich dann wonach meine Füße so sehr gelüsteten. Mein prächtiges Höllenross.

Es hat nur Vorteile: ist immer beheizt, man braucht nun kein Zunder mehr wenn man ein Lagerfeuer will, es muss nicht gefüttert werden und mit einem Fingerschnippen verschwindet oder erscheint es. Hervorragend, genau sowas suchte ich schon immer.

Nun da die goldene Stufe 40 erreicht ist, winkt die nächste Etappe, Stufe 60. Da kann ich mich schon HexenMEISTER schimpfen. nur wenige sind dann noch bewannter. Doch wohin nun wenden ? Das alte Problem, wo geht es wie weiter, eigentlich fühlte ich mich im Schlingendorntal recht wohl, ich denke 1-2 Stufen sind hier noch drinnen… dann… ja dann geht es auf in die Karibik, Tanaris ruft.

Für das Protokoll, meine derzeitige Ausrüstung mit 40. Die Ausrüstung ist doch schon recht ordentlich, das meiste habe ich diversen Klosterbesuchen mit der werten Xylana zu verdanken.