Jackwood ward schon eine lange Zeit auf Urlaub in Shattrath, über ein halbes Jahr gab er sich den reizen der örtlichen Vergnüglichkeiten hin. Nachdem er genug er Verlustrierungen hatte, beschloss er, mal wieder dem Ruf der Wildnis zu folgen. Zuerst schlug er sein Tagebuch auf, eine Menge Leute wollten etwas von ihm erledigt haben, doch nach dieser Zeit wusste er gar nicht wo er anfangen sollte, so riss er kurzer Hand die Tagebuchseiten heraus und beschloss einfach von vorn zu beginnen. Nach einer Weile, die Stadttore von Shattrath schon längst im Dickicht von Terrokar entschwunden, weckte seine Neugier ein flimmern in der Ferne, die Luft wurde auch wärmer, immer schneller stolperte er durch das Unterholz, bis er am Rande des Wüstenmeeres stand, die Knochenwüste.
“Welch lebensfeindlicher Ort, hab ich auch genug Wasser ?” Er nahm sogleich einen Schluck und benetzte auch den Schnabel seines getreuen Begleiters Avantalis mit diesem. Na was meinst Du, wollen wir uns hierhin begeben ? Avantalis umkreiste ihn und landete dann auf seiner Schulter, blickte dann in Jackwoods Augen und wiegte den Kopf hin und her und zwackte Jackwood vergnügt in seine langen Elfenohren und flog sodann tiefer hinein, Jackwood hatte mühe mit den Schwingen von ihr mitzuhalten. Avantalis führte die beiden zu einer Karawane, setzte sich auf eines der großen, wirklich großen und vor allem toten büffelartigen Lasttiere und quietschte vergnügt. Als Jackwood sie sah, schaute sie provokativ in die andere Richtung. Er entgegnete ihr: “Denk dran, ich hab das Fleisch!” und hielt grinsend eine Keule Talbukwildbret nach hoch. Avantalis schaute kurz hinab, kreischte kurz und zog sich provokativ einen großen Fetzen Fleisch aus dem toten Lasttier. “Hmpf, wer erzieht hier wen ?” er winkte ab und schaute sich um.
“Hey ihr da” entgegnete eine Stimme. Jackwood drehte sich um und bemerkte hinter dem Büffel eine kleine Gruppe von Leuten. Sie sahen alle etwas mitgenommen aus und waren scheinbar auch sonst nicht der besten Laune. “Helft uns…” oh das hörte er nicht das erste mal, die ganzen Lande waren voll von Leuten die der Hilfe bedurften. “Was darf es denn sein ? Wasser ? Begleitung in eine sichere Ugebung, im Norden liegt eine große Stadt, dahin könnte ich Euch führen”. “Nein Nein” entgegnete der Draenei. “Unsere Lasttiere sind zwar tod, aber wir haben noch genug Vorräte, wir haben wichtigeres zu tun, als unser bescheidenes Leben in Sicherheit zu bringen, im Westen befindet sich ein schrecklicher Ort, dort hausen die letzten hinterbliebenden des Schattenrates.” Jackwood kratzte sich am Kinn: “Schattenrat ?”. “Ja, seht ihr in der Ferne das große Gebäude ? Es wird Auchindoun genannt, es ist einst das Zuhause des Schattenrates gewesen, doch durch ihre Gier und ihre dunklen Magien entfesselten sie etwas noch böseres, zerstörten dabei fast die ganze Festung und flohen in alle Himmelsrichtungen. Wir machen uns sorgen das sie noch größeres Unheil anrichten könnten, deshalb suchen wir einen starken Helden, wie euch, der das Unmögliche möglich macht und uns die drei Artefakte, Arunens Tuch, K’alens Hammer und Atalors Schriftrolle zurückerobert. Natürlich sollt ihr auch entsprechend entlohnt werden.” Jackwood kratzte sich erneut ans Kinn, warf einen Blick zu Avantalis, die sich noch immer den Bauch mit Büffelfleisch stopfte “Ich hätte auch gleich einen Geier nehmen können.” Der Flüchtling (Mekeda) schaute verwirrt und fragend: “Was bedeutet das ?”. Jackwood wannte sich ihm wieder zu “Ok, wir machen es.” Mekeda schaute sich um: “Wir ?”. Jackwood deutete auf die Eule: “Ja wir!”. Mekeda wannte sich sogleich gen Westen: “Dort befindet sich das Schattengrab, es wird gut bewacht, also seid vorsichtig und stellt euch auf energischen Widerstand ein.”
Jackwood schaute nach Avantalis, doch sie war weg, der Büffel lag angefressen noch da, in der Ferne ein kreischen. Er wannte sich nach Westen und sah wie sie schon ungeduldig ihre Kreise zog. “Geier ? Nein, kein Geflügel!” wieder wurde er fragend angeschaut, doch er kehrte auf der Hacke und schlich sich aus dem Camp. Nach einigen Stunden erreichten beide das Camp. Es ward wahrlich gut bewacht, doch nichts, was so ein altes Rauhbein und seine gefiederte Freundin nicht hinbekommen könnten. Einige hundert Pfeile, Schnabel und Klauenattacken später im Schattengrab:

Nachdem die Beiden dann fast alles beisammen hatten und das Schattengrab durchkämmten, kamen sie in eine große Halle. Jackwoods Augen schweiften sogleich in die Ferne, im lodernden Licht der Fackeln machte er eine große Gestalt ausfindig. Avantalis dagegen wandte sich nach links und machte eine geschundene Gestalt ausfindig. Avantalis kreischte, Jackwood wannte sich zu ihr: “Jaja, auf dem Rückweg.” Dann begann erneut eine Metzelorgie, da flogen Knochen, Rüstungen, Augen und Federn. Dann erreichten sie das Ende der Halle und Jackwood konnte sich die Gestalt nun genauer in Augenschein nehmen.

Die Nächte eines Jägers sind oft sehr einsam, da ziehen oftmas schon seltsame Reize die Aufmerksamkeit. Jackwood schaute auf Avantalis, schaute auf die Schlangenfrau (Hathyss), wieder auf Avantalis, wieder auf Hathyss. “Tausche vorlaute Eule gegen sexy übergroße Frau mit leuchtenden Augen und sechs Armen” schrie er durch die Halle. Die Schlangenfrau schien unbeeindruckt und rührte sich nicht. “Also mit den Händen, also da bräuchtest Du nicht in solch einer heruntergekommenen Gruft rumlungern, ein Massagesalon Mädchen, Du wärst steinreich.” Avantalis dem die Albernheiten von Jackwood zuviel wurden, startete den Angriff. So zog Jackwood mit einem tiefen Seufzer seine Armbrust und bohrte seine Pfeile in die Haut der dämonischen Sechhändlerin. “Glaub mir Mädchen, das tut mir mehr weh wie dir”.
Nachdem der sexy Dämon zurückgeschickt wurde, fledderte Jackwood die Leiche, nichts ward zu finden. “Wo könnte eine Sexbombe wie du wohl noch Juwelen, Gold, und andere Nettigkeiten verstecken ?” redete Jackwood mit einem schelmischen Grinsen vor sich hin. Noch bevor er die Schnallen der Rüstung von Hathyss öffnen konnte, zwackte ihm auch schon wieder jemand ins Ohr. “Jaja schon gut, nimm mir ruhig jede Freude!” Er plünderte die Kiste und fand auch das letzte Relikt, dann machten sich beide Richtung Ausgang auf.
Auf dem Rückweg begegneten die beiden wieder der gequälten Seele vom Eingang. “Ah da war ja noch was…” entgegnete Jackwood und wandte sich dem Geschundenen zu. “Mein Name ist Akuno, bitte helft mir hier raus”.

Jackwood kratzte sich wieder am Kinn: “Pass auf, ich helfe Dir, aber wenn Du Probleme machst, ich lass Dich eiskalt sterben. Sowas hab ich nehmlich schon oft erlebt denn… hey, bleibst Du hier!” Schon setzte sich Akuno in Bewegung. “Ich glaub das nicht, macht denn hier jeder was er will ?” Jackwood zügte seine Armbrust, denn schon war das Geräusch von Stahl das sich durch Fleisch schneidet zu vernehmen. Auch Avantalis stürzte sich wohlwollend in den Kampf. Eine Gegnerwelle nach der Anderen stürzten sich auf das Trio doch sie schafften es. Sie erreichten den Ausgang des Grabes. “Pass mal auf mein Freund, ich verstehe Deinen Drang nach Freiheit, aber in Zukunft bleibst Du hinter mir und hörst auf mich, zumindest bis Du in Sicherheit bist.”
Am Ausgang des Grabes zeigte er nach links, dort geht es lang, denn vorn haben wir erstmal eine berittene Patroulie, ausserdem 3-4 Anhänger der Kabale die glaube ich dem Ganzen hier, der Flucht, meinem Diebstahl und so auch etwas skeptisch gegenüber stehen, also, auf nach Links über die Flanke, da ist freie Bahn.” Akuno ging frontal weiter mit den Worten: “Seht Euch vor, da kommen Kultisten”. Er lief auf die 5-6 Gegner zu. “Hey, wenn du selbstmörderische Absichten hast, ich kann Dir auch mit nem Dolch aushelfen!” antwortete Jackwood wütend. Akuno ging unbeirrt schlurfend weiter und der Kampf begann… “Ich glaub es hackt! Du musst ja jeder Seele unbedingt helfen wollen.” schielte er zu Avantalis.
Wie es kommen musste, Akuno stirbt. “Ich habs gewusst, ich habs sowas von gewusst” ärgerte sich Jackwood und schoß darauf hin einen Pfeil knapp über Avantalis Kopf vorbei “Ja, Deine Schuld, heute abend kriegst lecker Vitamine… OBSTDIÄT!”. Als die letzten Kabale am Boden waren, stampfte Jackwood missmutig ohne sich nach Avantalis umzudrehen von dannen. Avantalis versuchte ihn aufzumuntern, setzte sich auf seine Schulter und schnäbelte zärtlich hinter seinem Ohr. “Das hilft Dir nun auch nicht mehr…” Sie hörte garnicht auf und strich mit ihrem Kopf durch sein Haar so das die Federn seine Ohren kitzelten.. “Jaja schon gut, er war eh schwach, ich glaub der hätte die Reise eh nicht überstanden”.

Zurück zur Karawane übergab Jackwood die drei Schattenartefakte an Mekeda, dieser schaute sich den Zustand der Artefakte an: “Hervorragend, ich bin Euch zu großem Dank verpflichtet”. Dann zückte er seinen Geldbeutel und holte 3 Goldstücke raus und legte sie Jackwood in die Hand. Jackwood schaute in seine Hand, dann wieder zu Mekeda: “DAS ? Das nennst Du großzügig ? Für die Artefakte hätte ich im Auktionshaus das 10-100 fache bekommen.” Mekeda schaute ihn an: “Es tut mir leid, gern würde ich Euch mehr geben, aber seht selbst, wir haben nicht viel, es ist auch nicht zu unserer persönlichen Bereicherung, sehr es doch als euren kleinen Beitrag an, die Welt etwas zu verbessern. Ich wäre Euren Namen im Gedächnis behalten, so das auch Andere meiner Gruppe euch vielleicht in Zukunft freundlicher gesonnen sind.” Jackwood kratzte sich wieder am Kinn. Mekeda wollte schon gehen, da drehte er sich wieder zu Jackwood um. “Ach ich hätte da noch etwas, weit im Süden gibt es noch eine Krawane, auf der anderen Seite von Auchindoun, ich bin mir sicher sie wird Euch lohnender entlohnen können. Schaut einmal vorbei.” Jackwood warf die paar Goldmünzen etwas spöttisch in die Luft und lies sie auf der Handfläche klimpern, dann steckte er sie in seine Geldbörse und zog von dannen Richtung Süden…